Geschichte der Hansestadt Hamburg

Die Freie und Hansestadt Hamburg ist die zweitgrößte Stadt Deutschlands mit 1,8 Mio Einwohnern. Als Stadtstaat ist Hamburg sowohl Stadt, als auch Bundesland im föderalen System der Bundesrepublik Deutschland.

Die Geschichtliche Entwicklung der Hansestadt Hamburg

Der Aufstieg von Hamburg begann unter Kaiser Friedrich I. Barbarossa im Jahr 1189, der der Stadt ein Hafenrecht verlieh und damit auch Handelsprivilegien verlieh. Hieraus resultierte der spätere Freihafen, in dem Waren zollfrei gelagert werden konnten. Schnell entwickelte sich Hamburg zu einem florierenden Handelszentrum und war auch im 14. Jahrhundert ein Gründungsmitglied des Kaufmannsbundes „Hanse“. So konnte Hamburg schnell zum wichtigsten Umschlagspunkt für Waren zwischen Nord- und Ostsee heranwachsen.

In der Neuzeit haben vor allem der große Brand 1842, die Choleraepidemie 1892 und die Sturmflut 1962 die Stadt geprägt.

Der große Brand

Der große Brand hat über mehrere Tage etwa ein Viertel des damaligen Hamburger Stadtgebietes verwüstet und sich vom Nikolaifleet über die Nikolaikirche und die Petrikirche bis zum alten Rathaus und der neuen Börse erstreckt. Auch der Gänsemarkt wurde vom Feuer berührt. Erst durch zahlreiche Sprengungen und so entstandene Schneisen konnte das Feuer aufgehalten werden.

Choleraepidemie

Die Choleraepidemie brach 1892 in Hamburg aus, da zu dieser Zeit noch immer das Trinkwasser ungefiltert der Elbe entnommen wurde. Insgesamt starben im Sommer 1892  8.605 Menschen an der Krankheit, 16.956 Menschen erkrankten. Der Bakteriologe Robert Koch als Regierungsbeauftragter bestätigte damals offiziell den Ausbruch der Krankheit und als eine Folge wurde in den nachfolgenden Jahren das berüchtigte Gängeviertel saniert, welches die Ausbreitung erst so rasant möglich gemacht hatte. Das Gängeviertel bestand aus sehr eng gebauten Wohneinheiten in der Alstadt für die zumeist ärmsten Teile der Bevölkerung. Die katastrophalen hygienischen Zustände wurden von Robert Koch damals mit den mittlerweile berühmten Worten kommentiert: „Meine Herren, ich vergesse, dass ich in Europa bin!“ .

Die Sturmflut

Die Sturmflut im Jahre 1962 war die größte Flutkatastrophe an Nord- und Ostsee, aber auch an den Unterläufen von Elbe und Weser, die insgesamt 340 Todesopfer forderte, davon in Hamburg 315 Tote. Hauptbetroffen war damals die Insel Wilhelmsburg am Südufer der Elbe, da der Deich hier von zahlreichen Behelfsunterkünften besiedelt war. Als der Deich brach und das Gebiet überflutet wurde, mussten alleine hier über 200 Tote beklagt werden. Nur das beherzte Eingreifen des damaligen Innensenators und späteren Bundeskanzlers Helmut Schmidt, der damals den einsatz der Rettungskräfte koordinierte, hat vermutlich schlimmeres verhindert.

Bei der Bombardierung im Jahr 1943 im Rahmen der Operation Gomorrha durch die Royal Air Force zwischen dem 25. Juli und dem 3. August 1943 wurden im Feuersturm weite Teile der alten Hamburger Bebauung zerstört und die Bewohner größtenteils evakuiert. Städtebaulich hatte diese Zerstörung erhebliche Auswirkungen, die bis heute zu besichtigen sind. Insgesamt kamen bei der Bombardierung geschätzt 34.000 Einwohner ums Leben.